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In der Webentwicklung stehen sich oft zwei Ansätze gegenüber: dynamische Content-Management-Systeme wie WordPress auf der einen Seite und statische Webseiten mit modernen Frontend-Frameworks auf der anderen. Mit Headless WordPress lassen sich diese beiden Welten elegant verbinden.

Doch was bedeutet das konkret – und warum ist diese Kombination für viele Projekte heute eine der besten Lösungen?

Die klassische Herausforderung

Klassisches WordPress

WordPress vereint traditionell Backend und Frontend in einem System:

  • Inhalte
  • Layout
  • Rendering
  • Plugins
  • Theme-Logik (PHP)

Das ist bequem – bringt aber auch Nachteile mit sich:

  • Performance leidet durch PHP + Datenbankabfragen
  • Sicherheitsrisiken durch öffentliches Backend
  • Limitierte Design- und Performance-Freiheit

Statische Webseiten

Statische Seiten hingegen:

  • sind extrem schnell
  • sehr sicher
  • perfekt für SEO
  • technologisch modern

Aber: Ohne CMS fehlt oft eine komfortable Inhaltsverwaltung für Kunden und Redakteure.

Die Lösung: Statisch + Headless WordPress

Bei einer statischen Webseite mit Headless WordPress übernimmt WordPress ausschließlich die Rolle des Content-Backends, während das Frontend mit einem Static Site Generator umgesetzt wird.

Die Rollenverteilung

WordPress (Headless)

  • Inhalte pflegen (Beiträge, Seiten, Custom Post Types)
  • Medienverwaltung
  • Benutzer & Rollen
  • SEO-Daten
  • APIs (REST / GraphQL)

Statisches Frontend (z. B. Astro)

  • Layout & Design
  • Rendering (Build-Zeit oder Hybrid)
  • Performance & SEO
  • Deployment (CDN, Edge)

Warum das „Beste aus zwei Welten“ ist

🚀 Maximale Performance

Statische Seiten werden ohne PHP und ohne Datenbank direkt vom CDN ausgeliefert. Das sorgt für sehr kurze Ladezeiten und hervorragende Core Web Vitals.

🔒 Mehr Sicherheit

Wenn WordPress nicht öffentlich erreichbar ist, sinkt die Angriffsfläche deutlich: Kein Login im Frontend, weniger typische WordPress-Angriffsvektoren und in vielen Fällen weniger Wartungsaufwand.

🎨 Volle Designfreiheit

Kein Theme-Zwang, keine Page-Builder-Limits: Designs lassen sich exakt nach Vorgabe umsetzen – ideal in Kombination mit modernen Stacks (z. B. Komponenten, Design Tokens, Tailwind).

✍️ Komfortables Content-Management

Redakteure arbeiten weiterhin im gewohnten WordPress-Backend: Artikel schreiben, Bilder hochladen, Inhalte strukturieren und SEO pflegen – ohne komplett neue Tools lernen zu müssen.

Typischer Tech-Stack

Ein bewährtes Setup aus der Praxis:

  • Headless CMS: WordPress
  • API: WordPress REST API oder GraphQL
  • Frontend: Astro (Static Site Generator)
  • Styling: Tailwind CSS
  • Deployment: CDN (z. B. Netlify, Cloudflare, Vercel)

Astro eignet sich besonders gut, da es statisch rendert, sehr gute SEO liefert, nur wenig JavaScript ausliefert und ideal für Content-lastige Seiten ist.

Für welche Projekte ist das ideal?

  • Unternehmenswebseiten
  • Blogs & Content-Portale
  • Landingpages mit hoher SEO-Relevanz
  • Agentur- & Freelancer-Websites
  • Performance-kritische Projekte

Wann es weniger geeignet ist

  • klassische Page-Builder-Websites mit viel Layouting im Backend
  • stark interaktive Backend-Logik ohne passende Headless-Strategie
  • WooCommerce-Shops (Sonderfall, möglich aber deutlich komplexer)

Fazit

Eine statische Webseite mit Headless WordPress kombiniert die Redaktionsstärke von WordPress mit der Performance und Sicherheit statischer Seiten.

Das Ergebnis: schneller, sicherer, skalierbarer und zukunftssicher.

Kurz gesagt: WordPress dort einsetzen, wo es stark ist – und alles andere modern lösen.